Ein Nachmittag für uns.
35 Teilnehmer:innen folgten der Einladung des KAB-Gebietsteams Linz und der KAB-Junggebliebenen und erlebten einige bereichernde Stunden in angenehmer Gemeinschaft.
Nach einem gemütlichen Start bei Kaffee und Kuchen wurden wir von Schwester Huberta Rohrmoser mitgenommen auf eine Reise durch die vielen Facetten des Älterwerdens. Mit Impulsen und Geschichten zeigte sie auf, wie im Alter neue Freude, Dankbarkeit und Gelassenheit wachsen können. Ihr besonderer Schwerpunkt lag darauf, das Alter als Zeit der Ernte und der inneren Reife zu begreifen – eine Einladung, die Schönheit des eigenen Lebens bewusst wahrzunehmen und auch die nötige Gelassenheit zu entwickeln. Ein gemeinsamer Kreistanz brachte Bewegung, Leichtigkeit und ein spürbares Gefühl der Verbundenheit unter allen Anwesenden.
Im Anschluss daran feierten wir gemeinsam eine stimmungsvolle liturgische Feier, bei der wir auch unsere verstorbenen und kranken KABler*innen mit in unseren Kreis nahmen. Bei einer kleinen abschließenden Jause blieb noch Zeit für Begegnung, anregende Gespräche und viele dankbare Rückmeldungen.
Für das Gebietsteam Heinz Mittermayr
Hier noch ein Text aus der Liturgie, der bei unserem Schreibraum entstanden ist:
Was ist für mich im Älterwerden besser als früher?
Früher hat es mich geärgert, wenn etwas nicht nach meinen Vorstellungen ging und das hat in mir Unzufriedenheit erzeugt.
Heute regt mich so etwas weniger auf, es könnte auch anders verlaufen, ohne dass es mich kränkt.
Früher habe ich wenig Nachsicht gehabt mit meinen Fehlern und Schwächen
Heute akzeptiere ich mich so wie ich bin. Nobody is perfekt.
Früher mussten wir jeden Groschen umdrehen und überlegen, ob das möglich ist
Heute kann ich großzügiger sein bei den Kindern, Enkelkindern aber auch bei mir.
Früher habe ich meine Stärken nicht so wahrgenommen
Heute spüre ich, meine Stärke ist das Zuhören und für andere Menschen da zu sein.
Früher war ich gar nicht zufrieden mit meinem Aussehen
Heute finde ich, sehe ich trotz meiner Falten und den weißen Haaren gar nicht so schlecht aus
Früher war ich ziemlich ungeduldig und unsicher
Heute bin ich gelassener, selbstsicherer und vielleicht auch ein bisschen weiser geworden
Früher fühlte ich mich für vieles verantwortlich
Heute spüre ich im Loslassen, auch die Gnade des Gehaltenseins.