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Fr. 02.01.26

Nachruf Rosa Maria Kurka 1941 - 2025

Am 25. Dezember verstarb Rosa Maria Kurka im 85. Lebensjahr.


Rosa Maria Kurka (1941 - 2025) war eine prägende  Persönlichkeit in der Aufbauzeit der KAJ (Katholische Arbeiterjugend) in der Diözese Linz und in Österreich. Als Arbeiterkind kam die junge Verkäuferin in der Pfarre St. Severin mit der KAJ in Kontakt, 1964 wurde sie Organisationssekretärin in Linz, 1969 Nationalleiterin in Wien.

 

Von 1973 bis 1985 war sie im Betriebsseminar für die Bewusstseinsbildung und Schulung der KAJ-Aktivist:innen in 3-Monatskursen und Leiter:innen-Seminaren verantwortlich, davon 6 Jahre als Leiterin des Bildungshauses. Ihre pädagogische Kompetenz, ihr differenziertes Zuhören und Rückmelden sowie ihre klare Sicht auf die Realität der jungen Arbeiter:innen prägten die Teilnehmer:innen nachhaltig, darunter auch viele Priesteramtskandidaten und Pastoralassistent:innen im Rahmen ihres Industriepraktikums.

 

Die Gleichberechtigung und Bildung von Mädchen und Frauen in der Arbeitswelt waren ihr ein besonderes Anliegen. Anfang der Achtzigerjahre entwickelte sie gemeinsam mit Annemarie Aufreiter einen vielbeachteten achtmonatigen Kurs für arbeitslose Menschen, dafür erhielt sie den Förderungspreis der Erwachsenenbildung Österreich.

1986  wechselte sie in die Caritas Linz als  Leiterin der Caritas-Altenhilfe. Sie war dabei wesentlich am Aufbau der mobilen Altenhilfe in Oberösterreich beteiligt.

 

Nach ihrer Pensionierung 1997 war sie jahrzehntelang ehrenamtlich in der Pfarre St. Johannes am Harterplateau  tätig – im Pfarrgemeinderat, in der Sozialberatung und im Aufbau einer Gruppe für pflegende Angehörige. Dieses Engagement half zur Errichtung einer Koordinierungsstelle für pflegende Angehörige in der Caritas Linz und brachte ihr 2004 den Solidaritätspreis der Diözese Linz ein. Ihre letzte große Aktivität war der Aufbau und die Mitarbeit in der Altenheimseelsorge in Leonding.

 

Sehen- Urteilen – Handeln als Lebensprinzip und gelebte Solidarität zeichneten Rosemarie Kurka zeitlebens aus. Der Betriebsseelsorge und KAB Oberösterreich bleibt sie in ehrender Erinnerung.

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