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Inhalt:
Do. 26.03.26

Rundgänge Tag der Arbeitslosen

Eine Stunde in fremden Schuhen

Nur wer arbeitslos ist oder war, kann sagen wie es sich anfühlt und was es mit einem Menschen macht. Rund um den Tag der Arbeitslosen am 30. April teilen Betroffene dieses Wissen und reden über ihr Leben. Sie bieten sozusagen ihre Schuhe an, damit wir einige ihrer Schritte mitgehen können.

Betroffene sagen:

 

Ich stelle meine Schuhe zur Verfügung, begebe mich in eine Verletzlichkeit,

weil viele keine Ahnung haben,

weil Hass und Hetze immer weiter um sich greifen.

An die Öffentlichkeit zu gehen, verändert meine Situation nicht.

Dafür braucht es größere Schritte in der Gesellschaft. Ich könnte sagen: die Scham muss die Seite wechseln, doch die Scham muss nicht die Seite wechseln, sie soll verschwinden!

 

Respekt bedeutet zuzuhören und glauben zu wollen,

dass es schwer ist, arbeitslos zu sein,

dass es beschämend ist, sich ständig beweisen und rechtfertigen zu müssen,

dass es erniedrigend ist, ignoriert und abgelehnt zu werden.

 

Diese Rundgänge verändern vielleicht etwas.

Vielleicht schaffen sie Begegnung und Verständnis.

Vielleicht öffnen sie eine Tür.

Vielleicht werden wir Betroffene für den täglichen Kampf, den wir kämpfen – für unsere Würde, für unsere Kinder, für die Glaubwürdigkeit unserer Gesellschaft - respektiert.

Vielleicht stößt das was wir zu sagen haben notwendige Debatten an.

 

Folgende Rundgänge werden angeboten. Klicke auf den Link für weitere Infos und Anmeldung:

In Steyr am 29. April um 16.30 Uhr
In Steyr am 30. April um 9.00 Uhr

In Linz am 30. April um 10.00 Uhr

In Linz am 05. Mai um 16.00 Uhr

Eine offene Tür, statt einem Rundgang: 

In Nettingsdorf am 30. April ab 7.30 Uhr 

 

Weitere Infos der Rundgänge zu den Lebensrealitäten arbeitsloser Jugendlicher in Linz erfahren Sie hier im Fachbereich Gesellschaft & Soziales.

 

Der Papst sagt:

„Ich betone noch einmal, dass die wichtigste Hilfe für einen Menschen darin besteht, ihm zu einer guten Arbeit zu verhelfen, damit er sich durch die Entfaltung seiner Fähigkeiten und durch seinen persönlichen Einsatz ein Leben verdienen kann, das seiner Würde besser entspricht. Tatsächlich ist Arbeitslosigkeit viel mehr als das Versiegen einer Einkommensquelle für den Lebensunterhalt. Die Arbeit ist auch das, aber sie ist noch viel, viel mehr. Durch die Arbeit werden wir mehr zur Person, gedeiht unsere Menschlichkeit." (2025, Dilexi Te, §115)

 

Die Menschenrechte sagen:

"Jeder Mensch hat das Recht auf Arbeit, auf freie Berufswahl, auf gerechte und befriedigende Arbeitsbedingungen sowie auf Schutz vor Arbeitslosigkeit." (Artikel 23)

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