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Do. 07.05.26

12. Mai - Internationaler Tag der Pflege

Gemeinsam in Bewegung für eine gute Versorgung für alle!

Sorge ist der Urgrund allen Lebens.

 

Wenn wir unser Gesundheitssystem oder Pflegesystem ansehen, dann wird dies der wirtschaftlichen Logik von „je schneller, umso besser“ unterworfen, verschärft durch Kosteneinsparungen und Kürzungen von öffentlichen Geldern. 

 

Das breite Bündnis FAIRsorgen! hat konkrete Antworten auf die Frage, wie diese Schieflage entgegengetreten werden kann.

Eine Welt, in der alle fairsorgt sind, ist möglich. Wir hoffen, dass sich Entscheidungsträger:innen mit den Forderungen und der Expertise von FAIRsorgen! auseinandersetzen und endlich die dringend notwendige Kehrtwende einleiten.

 

Termine zum Thema 

 

Infostand FAIRsorgen! - 12.Mai 2026, 13.00-15.00, vor der Karmelitenkirche, Landstraße 33, 4020 Linz

Kinofilm "24 Stunden" - 12. Mai 2026, um 19.00, Kino Schwanenstadt, Gmundner Str. 9, Schwanenstadt

Filmabend zum Thema MS - 30. Mai, ab 18.30, Treffpunkt mensch & arbeit Wels, Carl-Blum-Straße 3, 4600 Wels

 

Aus dem Positionspapier von FAIRsorgen! anlässlich des Tags der Pflege 2026

 

Obwohl der bezahlte Care-Sektor dafür da ist, sich um das Wohlbefinden und die Gesundheit aller Menschen zu sorgen, wird er aktiv von der Politik ausgehungert und unterfinanziert. Das Ergebnis? Eine Personalnot, die Arbeitende dermaßen überlastet, dass das System in sich zusammenzubrechen droht.

 

Die Personalnot ist nur ein Symptom eines kranken Systems, das Sorgearbeit nicht wertschätzt, abwertet und der profitorientierten Wirtschaft unterordnet. Der sogenannte Fachkräftemangel ist ein einfacher Mangel an guten Arbeitsbedingungen und gerechter Entlohnung für die existenzsicherende Arbeit der Sorgeleistenden.

 

Personalnot ist kein Naturgesetz, sondern menschengemacht. Die Finanzierung verschiedener Ressorts ist eine Verteilungsfrage und politische Entscheidung, die von Machtinteressen beeinflusst wird. Während 4,7 Milliarden Euro in die Militarisierung Österreichs fließen, Konzerne mit Millionen gefördert und Konzernsteuern gekürzt werden und Milliardär*innen immer noch keine Vermögenssteuern zahlen, wird der Sozialbereich kaputtgespart und es werden Menschenleben aufs Spiel gesetzt . Dabei haben Studien gezeigt, dass sich Investitionen in den Care-Sektor langfristig positiv auf die Wirtschaft auswirken.

 

Wir fordern, dass die Politik die spezifischen Bedürfnisse und Wünsche der einzelnen Care-Sektoren bewusst wahrnimmt und mit ausreichenden finanziellen Mitteln eine gute Arbeit und eine gute Versorgung ermöglicht. Einen zentralen Aspekt bildet dabei die Demokratisierung des Personalschlüssels: Entscheidungen dürfen nicht von einigen wenigen getroffen werden, sondern sollen unterschiedliche Berufsgruppen und Betroffenengruppen inkludieren, um so auf die verschiedenen Bedürfnisse und Ansprüche besser einzugehen. Wir müssen über unsere Fairsorgung selbst bestimmen!

 

All diese Forderungen werden jedoch erst mit einem Care-Beschäftigungsplan vollends umsetzbar, in dem die Verteilung von Sorge- und Pflegearbeit im Privaten gerecht zwischen Geschlechtern aufgeteilt ist. Unbezahlte Care-Arbeit muss von allen geleistet und nach individueller Belastbarkeit fair aufgeteilt werden, damit nicht einige wenige aufgrund der Doppelbelastung in Berufs- und Lebenssituationen benachteiligt sind. Das bedeutet vor allem mehr Zeit für Sorgearbeit im Privaten.

 

Hier geht es zum vollständigen Text.

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