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Inhalt:
Do. 27.11.25

Frauen im Handel

Unsichtbare Heldinnen der Vorweihnachtszeit

Ein Plädoyer für Wertschätzung, Menschlichkeit und bewusstes Einkaufen.

Die Vorweihnachtszeit gilt als stimmungsvolle, besinnliche Zeit: Lichterglanz, Musik, die Suche nach dem perfekten Geschenk. Für Handelsangestellte – überwiegend Frauen – sieht der Advent allerdings ganz anders aus als in den Werbebildern.
 

Der Druck der Vorweihnachtszeit
Advent bedeutet für viele Verkäuferinnen statt Besinnung vor allem Mehrarbeit. Zahlreiche Belastungen prägen die Wochen vor Weihnachten:

  • permanenter Termindruck, kaum Pausen, viele Stunden im Stehen
  • in kleineren Geschäften häufiges Arbeiten alleine oder zu zweit
  • durchgehend „Vollgas“ während der gesamten Adventzeit
  • ständige Beschallung mit Weihnachtsliedern
  • zusätzliche Warenmengen, die geschlichtet und sortiert werden müssen
  • steigende Aggressivität einzelner Kund:innen
  • Erwartung, jederzeit freundlich zu sein, selbst bei Schmerzen, Stress oder Sorgen

Trotzdem begegnen viele Verkäuferinnen ihren Kund:innen mit Freundlichkeit, Geduld und Engagement. Was oft selbstverständlich wirkt, ist in Wahrheit ein täglicher Kraftakt. Wertschätzung geht im hektischen Alltag jedoch häufig verloren: Ein Gruß oder ein schlichtes „Danke“ hört man immer seltener.

 

Die doppelte Belastung: Beruf und Privatleben
Zu den Anforderungen im Geschäft kommt oft die Mehrfachbelastung zu Hause: Kinderbetreuung, Haushalt, Pflege von Angehörigen etc. Finanzielle Sorgen sind für manche Alltag, da der Kollektivvertrag im Handel trotz hoher Leistung sehr niedrig ist. Vollzeitstellen sind rar, und ab einem Alter von etwa 50 Jahren wird es zunehmend schwer, adäquate Jobs zu finden.

 

Onlinehandel ist bequem – aber der Preis dafür ist hoch
Bietet ein Unternehmen gleichzeitig Onlinebestellung an, verschiebt sich die Arbeit oft nur vom Verkauf in die Logistik: Kommissionieren, Verpacken und Retourenbearbeitung. Verkäuferinnen werden zu Allround-Kräften zwischen Beratung, Kassa und Mini-Logistik.

 

Werden Online-Giganten für den Einkauf der Weihnachtsgeschenke genutzt, schrumpft die Zahl der Geschäfte vor Ort. Lokalen Produzent:innen und Geschäften wird damit vielfach die Existenzgrundlage entzogen, die Waren werden über weite Strecken transportiert und importiert und irgendwann schließt das letzte Geschäft vor Ort.

 

Was wir tun können

Gerade im Advent lohnt es sich, bewusster hinzusehen: hinter die Produkte, hin zu den Menschen. Es hilft:

  • Ein freundliches Wort. Ein Lächeln. Ein Danke.
  • Geduld, wenn die Schlange lang ist und Respekt, falls etwas nicht sofort klappt.
  • Möglichst lokal einkaufen und so Arbeitsplätze sichern.
  • Verkäuferinnen als Menschen wahrnehmen – nicht als Maschinen.
  • Den 8. Dezember als Ruhetag respektieren: für Angestellte und ihre Familien.
  • Den alternativen Weihnachtsshopping Guide für sozial nachhaltige Geschenke nutzen: https://url.td/MC6hB
     

Nicht vergessen

Die Beschäftigten im Handel tragen wesentlich dazu bei, dass wir Weihnachten so feiern können, wie wir es möchten. Sie verdienen Anerkennung, faire Bezahlung, gute Arbeitsbedingungen und Respekt im täglichen Umgang.

 

Machen wir die Vorweihnachtszeit zu einer Zeit der Menschlichkeit – besonders gegenüber jenen, die dafür sorgen, dass unsere Wünsche rechtzeitig unter dem Weihnachtsbaum landen.

Martha Stollmayer

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