Enough! Basta! Genug!
Es sind hauptsächlich Frauen, die sich für ein solidarisches Miteinander einsetzen und die unsichtbare Lücken im System sichten und füllen. Es sind Frauen, die den größten Anteil der unbezahlte Care-Arbeit leisten. Die innere Zerrissenheit wächst.
Die Zusage, dass Frauen gleichberechtigt in der Erwerbsarbeit einsteigen können, wird nicht erfüllt. Frauen werden nach wie vor weniger bezahlt als Männer, sind in prekären Arbeitsbereiche überrepräsentiert. Arbeitslosigkeit hat zunehmend ein weibliches Gesicht. Seit Oktober 2024 steigt die Frauenarbeitslosigkeit deutlich stärker als jene der Männer.
Männer nehmen nach wie vor weniger Verantwortung für das familiale Umfeld. Das zeigen diese Grafiken aus der letzten Zeitverwendungserhebung der Statistik Austria, 2021/2022



Frauen müssen alles können, müssen alles kombinieren können. Es wird erwartet, dass sie im Berufsleben einsteigen und sich durchsetzen. Es wird erwartet, dass sie die Pflichten ihrer Erwerbsarbeit reibungslos mit den vom sozialen Umfeld geforderten Sorgetätigkeiten unter einen Hut bringen. Männer werden selten mit diesem Spagat an Anforderungen konfrontiert, daher kein Problembewusstsein in den Köpfen der Entscheidungsträger.
Was soll das? Sparen auf Kosten von Fraueneinrichtungen! Was soll das, kein flächendeckendes und zugängliches Angebot an Kinderbetreuung? Was soll das? Die Unterstellung, dass Menschen, die Teilzeiterwerbsarbeit nachgehen, zu wenig zum System beitragen! Was soll das, diese von Männern dominierte Politik, die auf Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit und Ressourcen für die Care-Arbeit pfeift?
Es reicht!
Enough! Basta! Genug!
Weitere Infos zum Thema:
Das Bündnis – Bündnis 8. März OÖ – Frauen* verbünden sich
Demokratie ohne Frauen? - Sozialplattform OÖ
Care Arbeit weiter weiblich: Ruf nach Reformen - noe.ORF.at
Zeitverwendung - STATISTIK AUSTRIA - Die Informationsmanager