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Inhalt:

Serbien, Rohstoffhunger und die Autoindustrie.

Ein Reisebricht über Probleme der neoliberalen Globalisierung und Widerstand
Solidaritätsfonds der KAB/KAJ

Solidaritätsfonds der KAB/KAJ

Solidarität für eine gerechtere Welt

Ende September 2025 reiste eine Gruppe von deutschen und österreichischen Aktivist:innen, Gewerkschafter:innen, Journalist:innen und Wissenschaftler:innen nach Serbien. Ihr Ziel: den Austausch und den Kontakt entlang der KFZ-Lieferkette zu stärken.

Dafür trafen wir uns in Belgrad mit Arbeiter:innen aus der Autozulieferindustrie; in Bor, der größten Kupferregion im Südosten des Landes mit Arbeiter:innen und Bürger:innen-Initiativen und im Jadartal an der bosnischen Grenze mit Anwohner:innen und Aktivist:innen gegen Lithiumabbau.

 

In Serbien, einem Land, das noch nicht der EU beigetreten ist, werden die Ausmaße von 30 Jahren neoliberaler Globalisierung mehr als deutlich: global agierende Großkonzerne mit ihrem Kapital suchen sich die billigsten Produktionsstätten und verlängern ihre Lieferketten immer weiter. Im Fall der KFZ-Lieferkette sind das sowohl Rohstoffkonzerne als auch Auto(zuliefer)betriebe, die in Serbien rücksichtslos Landstriche und Menschen ausbeuten und hohe Profite in der EU machen.  Für die Arbeiter:innen in der Zulieferindustrie bedeutet das niedrige Mindestlöhne von unter 600€, Boni-Systeme und gewerkschaftliche Unterdrückung. Gleichzeitig soll in Serbien der Rohstoffabbau massiv ausgedehnt werden und während die Kupferregion rund um Bor schon seit Jahrzehnten vom Kupferbergbau einerseits massiv abhängig und andererseits stark betroffen ist, sollen weitere Regionen erschlossen werden. Doch die Lehren aus Bor machen pessimistisch: ganze Dörfer fallen den (Unter)Tagebauen zum Opfer, mehr als die Hälfte der Anwohner*innen ist von Krebs betroffen, Flüsse sind verpestet und die Luftqualität macht das Atmen schwer.  Spielraum für Diskussionen, wie die Rohstoffe für ein gutes Leben für alle eingesetzt werden könnten oder wie eine Mobilitätswende für alle aussehen kann, bleibt kaum.   

 

 

Und doch regt sich Widerstand: in Bor organisieren sich Menschen für bessere Arbeitsbedingungen und gegen Vertreibung aus ihren Orten. Sie wollen Landwirtschaft betreiben, Schulen erhalten, Perspektiven schaffen. Denn alle wünschen sich eine nachhaltige Entwicklung für ihre Region. Genauso denken die Menschen im Jadartal, einer der fruchtbarsten Regionen des Landes, wo viele Familienhöfe betrieben werden und wertvolles Kupfer vom australischen Konzern Rio Tinto abgebaut werden soll. Sie haben eine landesweite Bewegung gegen den australischen Konzern Rio Tinto, gegen Lithiumabbau im Jadartal und für eine Rohstoffwende aufgebaut.

 

Für uns als EUropäer:innen bleibt der Eindruck einer erschreckenden Realität: der Rohstoffhunger der EU und europäischer Konzerne ist für so viel Zerstörung verantwortlich – und gleichzeitig brauchen wir eine Rohstoffwende, um das fossile Zeitalter zu beenden. Aus den Debatten in Serbien ging jedoch eines klar hervor, was auch Betroffene von Bergbauregionen in Österreich und Deutschland einfordern: wir brauchen mehr und echte demokratische Mitsprache, wenn es um den Abbau und die Nutzung von Rohstoffen geht. Nur wenn wir entscheiden können ob das Kupfer aus Bor oder das Lithium aus dem Jadartal, aus der Koralpe oder aus Zinnwald in E-Bussen statt E-Autos und Drohnen landet, kann eine gerechte Rohstoff- und Mobilitätswende gelingen. Wie viele andere Krisen unserer Zeit kann die Lösung nur in mehr statt weniger Demokratie liegen.

Theresa Kofler – Anders Handeln – www.anders-handeln.at

 

Herzlichen Dank für DEINE Unterstützung! Solifonds Spendenkonto:

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