Gehdenken 2026: Erinnern ist die Gegenwart gestalten, es liegt an uns.
„Ihr Leben konnten sie auslöschen, aber nicht die Erinnerung. Ich bin an der Erinnerung unheilbar krank,“ so schreibt Bela Winkens, die als Vierjährige das KZ Theresienstadt überlebte.
Das Gehdenken 2026 an der Kremsbrücke erinnerte an die Ermordeten der Todesmärsche von Mauthausen/Gusen nach Gunskirchen und nahm die Täter und Täterinnen des Nationalsozialismus in den Blick.
„Es war der Schuster, der Nachbar, der Milchmann. Sie haben eine Uniform bekommen, eine Binde, eine Haube – dann waren sie die Herrenrasse,“ so der Auschwitz Überlebende Karl Stojka.
Die Schüler:innen der NMS Ansfelden schlugen die Brücke in die Gegenwart, nur ein starker demokratischer Staat sichert Menschlichkeit und einen menschenwürdigen Umgang miteinander. Sie zitierten Bernhard Pörksen: „Zuhören ist ein politischer Akt. Zuhören ist innere Gastfreundschaft.“
Im gemeinsamen Singen von John Lennons „Imagine“ wurde die Hoffnung auf eine Welt in Frieden für alle bekräftigt.
Fritz Käferböck-Stelzer
Betriebsseelsorger Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf

Veranstaltet von: Plattform "Wider das Vergessen“, Mauthausenkomitee Ansfelden-Traun, Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf, ÖGB Linz-Land, Stadtgemeinde Ansfelden, NMS Ansfelden, Grüne Ansfelden, SPÖ Ansfelden, VS Ansfelden