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Inhalt:
Fr. 22.05.26

Ich brauche Menschen, eine Rast von mir selbst.

Brücke

Mitmenschen bewahren mich davor, mir selbst zu genügen, erweitern mit ihrem Wissen und ihren Erfahrungen mein Leben, sind Tankstellen zum Auftanken, bringen mich auf neue Gedanken oder lassen mich Altbewährtes neu sehen. Es ist eine Lebensregel, dass wir von allen Menschen lernen können und sollten. Denn wir sind nicht aus uns zum Leben gekommen. Was hast du in dieser Woche von Anderen gelernt? Diese Frage können wir uns jede Woche stellen. Sie verbindet uns mit den Menschen um uns herum, blickt vom eigenen Ich weg. Gerade in bewegten, verunsichernden Zeiten ist es gut, Menschen neben sich zu haben, Weggenossen und Gefährt:innen, die stützen, helfen, einfach da sind. Wir brauchen Netzwerke zum Leben, Verbundenheiten, wo immer es geht.

 

Verbundenheit will und muss organisiert werden, braucht bewusste Aktivität, aus mir herauszugehen und auf andere zuzugehen, offen, barmherzig, urteilsfrei. Um uns in dieser Welt gegenseitig zu stärken für die Hoffnung einer Welt anders, braucht es die Spurensuche nach solidarischem Denken und Handeln, im Alltag, in den Arbeitswelten, im Freud:innenkreis, in Bündnissen. Es braucht auch den Blick auf das Kleine, Leise, Unscheinbare, auf die zarten Wurzeln einer Welt der Verbundenheit.

 

Wir sind als Menschen nicht aus uns selbst heraus diejenigen, die wir sind, sondern wir werden, was wir sind, im Bezug zu anderen. Wir sind zutiefst voneinander abhängig.  Das blendet unsere vorherrschende Kultur der Hierarchie und Unterdrückung aus, suggeriert wird, dass es nur auf jede und jeden selbst ankommt, Resilienz und Willenskraft scheinen wichtiger als solidarische Verbundenheit und gegenseitige Achtsamkeit. Wir existieren nur durch andere Menschen, sind nie fertig in unserer Entwicklung, wir verändern uns in unserem Verhältnis zur Welt, zu anderen Menschen, denen wir begegnen, immer wieder neu. „So gesehen sind wir immer „viele“ und nicht nur „eine Person“, schreibt Franziska Schutzbach. „Wenn wir versuchen, einander nicht als abgeschlossene, souveräne Ichs zu begegnen, sondern den Fokus darauf zu richten, einander in unserer Verletzbarkeit und Abhängigkeit zu sehen, können wir Koalitionen bilden, in denen wir uns nicht gegenseitig dominieren, sondern fürsorglicher miteinander umgehen.“  Das trifft auch die biblische Hoffnung einer Welt, wo wir barmherzig und nachsichtig einander Nächste sind und werden, gleichwürdig und gleichwertig, wo niemand mehr sich erhebt über einen anderen Menschen, wo wir die Güter der Welt miteinander teilen, uns geschwisterlich verbunden eine Welt wünschen, „in der es genug Brot, Liebe und Freiheit für alle Menschen gibt“, wie es Huub Oosterhuis treffend formulierte. Das ganze Glück für alle zu ersehnen oder die ganze Bäckerei statt nur ein Stück vom Kuchen, das dürfen wir uns nicht nehmen lassen, es ist die Basis für Solidarität.

 
Fritz Käferböck-Stelzer
Betriebsseelsorger Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf
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