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Inhalt:
Mo. 08.06.26

Sozial-Politisches Gebet

eine ökumenische Kooperation
ökumenische Kooperation

Am Mo, 8. Juni, fanden sich ca. 40 Personen beim Sozial-Politischen Gebet ein, um Motivation für Demokratie, Frieden und Gerechtigkeit in der spirituellen Gemeinschaft zu finden.  

 

"jede:r ist für jede:n wertvoll - jede Arbeit ist "sinnvoll" - sinnstiftend" (Zitat-Teilnehmer:in)

 

Eva Bauernfeind-Schimek, Fachbereich Gesellschaft und Soziales, findet folgende einführende Worte für unser Gebet:„Arbeit ohne Menschen – eine Frage oder schon eine Feststellung? Dieser so kurze Satz führt uns direkt an eine der Bruchlinien unserer Zeit. Wir erleben gerade keinen bloßen Wandel von Berufsbildern. Wir erleben eine fundamentale Transformation unseres Zusammenlebens.

Wenn Maschinen immer klüger und Roboter immer autonomer werden, stellt sich nicht mehr nur die Frage: „Was arbeiten wir morgen?“, sondern vielmehr „Wer sind wir morgen, wenn wir uns nicht mehr über unsere Arbeit definieren?“ oder aber auch „Was ist Arbeit noch wert“?

 

Wenn wir in die Bibel schauen, begegnet uns die Arbeit von Anfang an. Im Buch Genesis heißt es, Gott setzte den Menschen in den Garten Eden, um ihn zu bebauen und zu bewahren. Arbeit ist Ur-Auftrag, Schöpferkraft und ein wesentlicher Teil unserer Würde. Wir definieren uns über das, was wir schaffen.

 

Auch Papst Leo warnt in seiner ersten Enzyklika "Magnifica humanitas" (Großartige Menschheit) davor, dass Künstliche Intelligenz die Menschenwürde untergraben könnte. Die Technik müsse dem Menschen dienen und dürfe ihn nicht ersetzen. Er kritisiert die Macht weniger Tech-Konzerne scharf und fordert strenge gesellschaftliche Kontrollen für KI.

 

Wir stehen an einer historischen Schwelle. Algorithmen schreiben Texte, Roboter pflegen Kranke, Maschinen übernehmen die Produktion. Das wirft tiefe Fragen auf, die über das Wirtschaftliche hinausgehen:

Was bleibt vom Menschen, wenn seine Arbeitskraft nicht mehr gebraucht wird? Woher nehmen wir unseren Sinn und unseren Wert, wenn nicht aus unserem Tun? Wie gestalten wir eine Gesellschaft gerecht, in der Wohlstand nicht mehr an menschliche Arbeit gekoppelt ist? Und welche Fähigkeiten bleiben unersetzbar menschlich, zum Beispiel in Pflege und Erziehung? Steigt der Wert dieser Tätigkeiten in einer hoch technologisierten Welt?"

 

"Paulus schreibt von Respekt vor allen Menschen, vor aller Arbeit! Respekt ist wichtig = ein Menschenrecht!"  (Zitat - Teilnehmer:in)

 

"Begegnung kann KI nicht...oder?" (Zitat - Teilnehmer:in)

 

"KI muss zum WOHLE der Menschen eingesetzt werden. Der KI Grenzen geben!"  (Zitat-Teilnehmer:in)

 

 

Die Vorbereitungen zum jeweiligen Thema stellen wir online zur Verfügung. So sind sie jederzeit für interessierte Pfarrgemeinden und Gruppierungen zugänglich, die dieses Gebet auch in der eigenen Region veranstalten wollen. Link  

 

 

Das nächste Gebet findet im Oktober zum Thema "Wohnungslosigkeit" statt. 

 

Elisabeth Zeindlinger 

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