Das Jugendprojekt JUCAN schließt.
JUCAN, ein Jugendprojekt der Bischöfliche Arbeitslosenstiftung, endet mit 30. Juni 2026 seine Tätigkeiten.
Der Grund: Das Land OÖ hat die Fördermittel für das Projekt, sowie auch für andere Projekte im Sozialbereich diskussionslos gestrichen. Trotz intensiver Bemühungen konnte kein alternativer öffentlicher Fördergeber gefunden werden. Eine ausschließlich private Finanzierung ist nicht möglich.
Die Begleitung junger Menschen auf ihrem Weg in die Arbeitswelt ist uns ein zentrales Anliegen. Es ist uns wichtig, dass Jugendliche erfahren: Ich werde gebraucht und bekomme eine Chance, mich einzubringen und weiterzuentwickeln. Zuletzt wurden 15 Jugendliche unterstützt, für 10 von ihnen konnten noch keine Arbeits- bzw. Ausbildungsplätze gefunden werden.
"JU-CAN hat vielen jungen Menschen eine echte Chance gegeben. Dass wir dieses erfolgreiche Projekt jetzt beenden müssen, ist schmerzhaft – für uns vor allem aber für jene Jugendlichen, die Unterstützung am dringendsten brauchen. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass auf diese Jugendlichen politisch nicht vergessen wird," sagt Lucia Göbesberger, Geschäftsführung der Bischöflichen Arbeitslosenstiftung und Leiterin des diözesanen Fachbereichs "Gesellschaft und Soziales ".
Das Projekt JU-CAN richtete sich an Jugendliche aus dem Großraum Linz, Traun, Perg oder Eferding zwischen 16 und 24 Jahren, die eine Lehrstelle bzw. einen Arbeitsplatz suchten und besondere Unterstützung beim Einstieg in die Arbeitswelt benötigten. Die jungen Frauen und Männer wurden in einem maximal einjährigen, kostenlosen Kurs auf die Anforderungen der Arbeitswelt vorbereitet. Für die Kursdauer konnte die Beihilfe „Deckung des Lebensunterhalts“ vom AMS bezogen werden.
Die ganzheitliche Betreuungsform umfasste psychische Stabilisierung, Arbeitstraining in der Küche und Service, Bewerbungstraining und Coaching. Großen Wert hatten gemeinsame Fixpunkte wie Morgen- und Abschlussrunde, miteinander kochen und essen, kreatives Arbeiten und Exkursionen. Die Stärkung des Selbstvertrauens sowie die Förderung sozialer Kompetenzen standen im Mittelpunkt. Ziel war es, mit den Jugendlichen eine realistische berufliche Perspektive zu entwickeln.
Das Projekt wurde für seine maßgeschneiderte und qualitativ hochwertige Begleitung junger Menschen sehr geschätzt.