7. Oktober – Welttag für menschenwürdige Arbeit
An unterschiedlichen Orten werden rund um diesen Tag Karten verteilt und Menschen an ihren Arbeitsplätzen besucht, z. B. in der Linzer Innenstadt, am Gelände der voestalpine, in Rohrbach, Wels, Braunau, Steyr usw.
Die Karten und Gespräche lenken den Blick auf die Umstände, unter denen Menschen ihren Lebensunterhalt verdienen. Ermöglicht uns unsere Arbeit angemessenes Einkommen, menschlichen Umgang miteinander, Vereinbarkeit von Familie und Beruf, zumutbare Arbeitszeiten und gesundes Altern?
Fokus: Frisörinnen und Frisöre
2016 stehen Beschäftigte des Dienstleistungsbereichs im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von „mensch & arbeit“, speziell werden Frisörinnen und Frisöre besucht. Diese Branche gilt als „Frauenberuf“ – mehr als 90 % sind weiblich – und ist typischerweise im Niedriglohnbereich angesiedelt, sowohl was die Lehrlingsentschädigung betrifft (weniger als 500 Euro im 1. Lehrjahr), als auch hinsichtlich der Entlohnung der ausgelernten FacharbeiterInnen. Ein gewerkschaftliches Ziel für die nächsten zwei bis drei Jahre ist daher, einen Mindestlohn von € 1.500,-- zu erreichen.
Wesentliche Bausteine für „Gute Arbeit" in diesem Beruf sind neben einer angemessenen Entlohnung auch planbaren Arbeitszeiten. Für die Arbeit als FrisörIn ist es notwendig (aber leider keineswegs selbstverständlich), dass gutes Werkzeug zur Verfügung gestellt wird, gesundheitlichen Risiken gering gehalten werden und die Möglichkeit gegeben wird, sich betriebsrätlich zu organisieren.
Dienstleistungsarbeit wertschätzen und ausreichend entlohnen!
Frauen und Männer, die im Frisörgewerbe arbeiten, brauchen gute Arbeitsbedingungen und faire Entlohnung. Sonst wird aus diesem „Traumberuf“ allzu schnell ein „Lebens-Alptraum“, aus dem viele noch vor der Lehrabschlussprüfung wieder aussteigen.
(ez)
Wir wünschen allen Frisörinnen EINEN GUTEN ARBEITSTAG –
am 7. Oktober und jeden Tag!