Autoritäre Politik gewinnt weltweit an Einfluss. US-Präsident Donald Trump demonstriert tagtäglich, welche Folgen ein autoritärer Politikstil für demokratische Institutionen, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und die politische Kultur haben kann. Auch rechtsextreme Bewegungen in Europa orientieren sich vielfach an ähnlichen Strategien und Narrativen.
Warum erscheinen autoritäre Angebote für manche Menschen attraktiv? Welche gesellschaftlichen Entwicklungen begünstigen sie? Und vor allem: Wie können demokratische Kräfte diesen Tendenzen wirksam begegnen? Denn: „In einem fahrenden Zug kann niemand neutral sein.“
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die renommierte Politikwissenschafterin Sieglinde Rosenberger. Sie analysiert aktuelle Herausforderungen für die Demokratie und zeigt auf, warum demokratische Werte, politische Beteiligung und gesellschaftliche Verantwortung heute wichtiger sind denn je.
Demokratische Strukturen zu verteidigen, weiterzuentwickeln und dort neu aufzubauen, wo sie gefährdet sind, ist heute notwendiger denn je. Die Katholische Soziallehre kann dazu wichtige Beiträge leisten, wie die sozialethischen Impulse der Päpste Franziskus und Leo XIV. zeigen.
Die Katholische Sozialakademie Österreichs (ksoe) hat über Jahrzehnte wesentliche Impulse für Mitbestimmung, Beteiligung und gesellschaftliche Verantwortung gesetzt, die bis heute nachwirken. Josef P. Mautner hat sich in seinem jüngst erschienenen Buch mit diesem Wirken der ksoe beschäftigt und wird dazu einen kurzen Impuls geben.
Univ.-Prof.in Dr.in Sieglinde Rosenberger
Professorin für Politikwissenschaft an der Universität Wien (bis 2022); engagiert in zivilgesellschaftlichen Initiativen zur Förderung und Verteidigung der Demokratie, unter anderem im Bündnis Demokratie 2025.
Dr. Josef P. Mautner
Theologe mit Schwerpunkt Sozialethik, bis 2020 Geschäftsführer der Katholischen Aktion Salzburg; Autor des Buches „Seismograph und Impulsgeberin. Die Katholische Sozialakademie Österreichs 1958–2021“.